Streuobstwiesen eine wunderbare Welt für sich

Die Streuobstwiesen sind ein kostbares Biotop in unserer Kulturlandschaft.Seit Jahrhunderten haben die Bürger hochstämmige Obstbäume auf Wiesen und Weiden angepflanzt, um Tafel- und Kelterobst zu ernten, Dörrobst für die vitaminarmen Jahreszeiten zu erzeugen. Ein Vielzahl an Obstsorten, z.B. Kaiser Wilhelm, Öhringer Blutstreifling, Goldrenette, Zabergäurenette, Goldparmäne, Gute Luise, Gräfin von Paris wurden nach den Regionalen Gegebenheiten gezüchtet.

Vom kräuterreichen Aufwuchs  der Wiesen und Weiden wurde das Vieh gefüttert. Da die Streuobstwiesen meist an den Ortsrändern waren bildeten sie gleichzeitig einen Wind- und Wetterschutz.

Viele Streuobstwiesen sind der Siedlungsentwicklung zum Opfer gefallen. Gerade deshalb ist es wichtig die verbliebenen Streuobstwiesen zu erhalten. Denn in Harmonie mit der menschlichen Bewirtschaftung hat sich eine Lebensgemeinschaft aus vielen Pflanzen und Tieren in den Streuobstwiesen eingefunden. Diese benötigen die typischen Strukturen der Streuobstwiesen aus alten Bäumen mit Höhlen für Steinkauz, Spechte, Meisen und Bilche. Auf den Blüten der Wiesenblumen finden sich zahlreiche Schmetterlinge ein.

Die Wiesen müssen gemäht werden. Kleine Holz- und Steinhaufen bieten Sonnenplätze für Eidechsen und Insekten wie Wildbienen und Hummeln. Wer Streuobstwiesen pflegt und erhält, bietet einer riesigen Lebensgemeinschaft ein Zuhause und trägt zu Artenvielfalt bei.

Eindrücke von der Streuobstwiese der NABU Gruppe Brackenheim