Wiesenpflege - Gerät und Mensch hatten schwer zu kämpfen....viel Schweiß
Eindrücke von der Streuobstwiese der NABU Gruppe Brackenheim Fotos NABU A. Monninger
Streuobstbau ist eine Form des Obstbaus, bei dem mit umweltverträglichen Bewirtschaftungsmethoden Obst auf hochstämmigen Baumformen erzeugt wird. Die Bäume stehen im Gegensatz zu niederstämmigen Plantagenobstanlagen häufig „verstreut“ in der Landschaft.
Streuobstbeständen gemeinsam ist die regelmäßige Nutzung
sowohl der Hochstamm-Obstbäume (Obernutzung) als auch der Flächen unter den Bäumen (Unternutzung). Die umweltverträgliche Nutzung eines Streuobstbestandes schließt die Anwendung synthetischer
Behandlungsmittel wie Pestizide und Dünger aus. Hochstamm-Obstbäume sind hierbei gemäß den bundesweiten Gütebestimmungen definiert als Obstbäume mit mindestens 160 Zentimetern Stammhöhe (1950 bis
1995), bei Neupflanzungen mit mindestens 180 Zentimetern Stammhöhe.
Die häufigste Anlageform ist die Streuobstwiese, bei der
hochstämmige Obstbäume auf Wiesen, Weiden oder Mähweiden stehen.
Ob zahlreiche Hochstämme für den Erwerbsobstbau oder einzelne für den Reihenhausgarten, Qualität ist bei Bäumen wichtig. Mindestens 1,80 Meter Höhe sollte der Stamm des jungen Bäumchens bis zum ersten Ast haben. Damit später die Mahd der Obstwiese mit dem Trecker oder die Beweidung mit Schafen oder Rindern erleichtert. Außerdem macht es eine eine große Stammhöhe wahrscheinlicher, dass in einige Jahrzehnte später Spechte ihre Höhlen im Baum bauen.
Foto NABU A. Monninger